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Bei einem reinen Elektrofahrzeug erfolgt der Antrieb
- direkt im Rad (Radmotor, Radnabenmotor)
- am Getriebegehäuse im Motorraum (wie hier abgebildet)
- direkt am Differenzial
- direkt an den Antriebsachsen
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Bildquelle
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Die Vor- und Nachteile der einzelnen Möglichkeiten:
- direkt im Rad (Radmotor, Radnabenmotor)
- sehr hoher Wirkungsgrad
- sehr hohes Drehmoment
- keine Verluste durch Getriebekomponenten
- viel Platz für Akkumulatoren im Motorraum
- ASR, ESP, ABS u.v.m direkt durch die Motorsteuerung umsetzbar
- sehr leicht
- TÜV-feindliche Modifikationen am Fahrwerk erforderlich
- die Veränderung der Gewichtsverteilung führt zu einer anderen Fahrdynamik
- kritisches Bremssystem, denn die Kombination aus klassischer Bremse und Radmotor ist sehr kompliziert. Die Energie, die ein hartes Bremsmanöver bei 130km/h auf einer abschüssigen Strecke in vollbeladenem Zustand elektronisch abgeführt werden muss, ist nur mit extrem hohem technischen Aufwand möglich.
- am Getriebegehäuse im Motorraum
- ohne große Modifikationen am Fahrzeug realisierbar (TÜV-freundlich)
- keine Änderug am Bremssystem erforderlich
- kein Anpassungsgetriebe für den Motor erforderlich
- der Rückwärtsgang ist nutzbar, die Elektronik für das Umpolen des Motors kann entfallen
- die stabile Aufhängung des ursprünglichen Motors ist nutzbar (Getriebegehäuse)
- die Gewichtsverteilung bleibt erhalten
- großer Erfahrungsschatz im Internet abrufbar (insbesondere im englischsprachigen Raum)
- hohe Verluste durch die Nutzung des Getriebes
- hohes Gewicht durch das weiterhin bestehende Getriebe
- direkt am Differenzial
- geringe Getriebeverluste (nur das Differenzial führt zu leichten Verlusten)
- relativ TÜV-freundlich
- hoher Kostenaufwand für das Vorsatzgetriebe, um das notwendige Drehmoment aufbringen zu können
- komplizierte Aufhängung des Motors und Anschluss an das Differenzial
- direkt an den Antriebsachsen
- hat nahezu alle Vorteile der Radmotoren
- das klassiche Bremssystem ist nutzbar
- nur möglich bei zwei Motoren, die in den Motorraum passen
- komplizierte Aufhängung der Motoren
- wenig Platz im Motorraum für zusätzliche Akkumulatoren und Aggregate
- Anpassungsgetriebe erforderlich, wenn die Drehmomente der Motoren nicht ausreichen.
Fazit:
Die einzige unproblematische Lösung, die schnell zu einer TÜV-Abnahme führt, ist die Verwendung eines Motors, der auf das bestehende Getriebe gesetzt wird. Die energieeffizenteste Lösung ist der Direktantrieb der Räder - das ist aber nur mit hohem technischen und finanziellen Aufwand realisierbar.
Ergänzung:
In Europa werden die Umbaukits von EVE immer beliebter. Hier ein Bild mit Motor und Controller von www.electro-vehicles.eu.

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