Hybridantrieb PDF Drucken

Die Automobilindustrie versucht den CO2-Ausstoß der Autos durch einen zusätzlichen Elektroantrieb zu reduzieren. Das gelingt aber in den meisten Fällen nur halbherzig. Beim Hybridantrieb existieren zwei verschiedene Techniken. Unterschieden wird zwischen einem parallelen und einem seriellen Hybrid-Antrieb, wobei Mischformen möglich sind.

Der parallele Hybridantrieb zeichnet sich dadurch aus, dass der Verbrennermotor und der Elektromotor auf die Antriebsachsen wirken. Der Elektromotor unterstützt in bestimmten Situationen den Verbrennermotor.

Der serielle Hybdridantrieb koppelt den Verbrennermotor komplett von den Antriebsachsen ab. Die für den Antrieb benötigte Energie wird aus Akkumulatoren gewonnen, die vom Verbrennermotor bei Bedarf geladen werden. Nur der Elektromotor wirkt auf die Antriebsräder.

Beide Techniken besitzen große Nachteile - sie sind:

  • schwer
  • kompliziert
  • fehleranfällig
  • und haben einen hohen Platzbedarf

Aus diesen Gründen wird diese Technik nicht in Kleinfahrzeugen eingesetzt.

Ein aufmerksamer Leser dieser Seite machte mich darauf aufmerksam, dass es durchaus gute Hybridfahrzeuge gibt. Genannt wurde der Toyota Prius. Der Prius ist trotz der komplexen Technik sehr robust und verbraucht bei sehr sparsamer Fahrweise unter 4 Liter Benzin auf 100km. Der Wegfall des Anlassers und ein äußerst kompaktes sowie leichtes stufenloses Getriebe relativiert den Gewichtsnachteil dieses Hybridfahrzeugs. Der Fahrakku des Prius wiegt nur ca. 40 kg. 

Aber trotz dieses guten Lösungsansatzes experimentiert die Automobilindustrie nur mit dieser Technik, damit bei der Umstellung auf einen reinen Elektroantrieb genügend Erfahrungen im Bereich der Regelungs- Motor- und Akkumulatortechnik gesammelt werden können - auch wenn die Hersteller etwas Anderes behaupten. Der Hybridantrieb ist eine reine Übergangslösung.

Ein beeindruckender Vertreter der Mischtechnik ist der Ranault Kangoo Cleanova II, der mit einem Energieäquivalent von maximal 2 Litern Benzin auf 100km auskommt. Die Serieneinführung scheitert noch am Preis der Akkumulatoren - aber es ist das erste serienreife familientaugliche Auto mit Verbrauchswerten, die zeitgemäß sind - und eine umweltverträgliche Mobilität ermöglichen.