Rekuperation PDF Drucken

Bei Bremsvorgängen kann der Elektromotor wie ein Dynamo wirken und die Bremsenergie in die Akkumulatoren zurückführen. Die Energierückführung wird auch Rekuperation genannt.

Rekuperation funktioniert nur dann gut, wenn das Auto "sanft" gebremst wird und die Bremsenergie langsam in den Akkumulator fließen kann. Hohe Ladeströme, die beim starken Bremsen entstehen würden, sind für die Lebensadauer der Akkumulatoren sehr schlecht - und können sogar zur Zerstörung führen.

Technisch ist es durchaus möglich, auch die Energie aufzufangen, die bei starken Bremsmanövern anfallen. Eine Lösung besteht darin, Goldcaps oder Supercaps (hochkapazitive Kondensatoren) einzusetzen, die die anfallende Energie zwischenspeichern. Diese Kondensatoren sind jedoch sehr teuer und besitzen eine sehr schlechte Leistungsdichte. Hinzu kommt eine sehr komplizierte Ansteuerung, da diese Kondensatoren sehr empfindlich auf Überladungen reagieren. Der Mini QED verfügt über eine solche Technik.

Eine weitere Lösung könnte darin bestehen, einen Hochleistungsgyroskopen mit der Bremsenergie zu versorgen, um sie dann - im Generatorbetrieb - bei Bedarf wieder zu entnehmen. Eine pneumatische Zwischenspeicherung der Energie ist ebenfalls denkbar.

Für die finanzierbare Umrüstung eines Autos bleibt aber nur die Technik der "sanften" Energierückführung direkt in den Akkumulator. Die Effektivität dieser Technik liegt - es gibt darüber unterschiedliche Angaben - bei ca. 20%. Da aber bei einem Elekroauto jedes Elektron zählt, sollte diese Technik nicht verworfen werden.