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Ein 100Ah - Akku mit einer Nennspannung von 3,2V hat keinen Energiegehalt von 320Wh !

Um den Energiegehalt (Wh) zu ermitteln, müssen ca. 10% von dem Produkt aus Nennspannung und Nennkapazität abgezogen werden. Daher hat der beispielhaft genannte Akku effektiv nur ca. 290 Wh.

Die Kapazitätsangaben beziehen sich auf die optimale Temperatur von 25 Grad Celsius. Die Jahresdurchschnittstemperatur in Deutschland beträgt (mit regionalen Abweichungen) etwas unter 10 Grad Celsius. Datenblätter auch von sehr teuren und guten LiFePO4-Zellen geben jedoch an, dass die Kapazität mit abnehmender Temperatur sinkt. Pro 10 Grad Celsius verliert der Akku bis zu 15% an Kapazität. Bei der in Deutschland durchschnittlichen Temperatur muss daher mit einer weiteren Kapazitätseinbuße von 10% bis 20% gerechnet werden. Der genannte Akku hat also nur noch einen durchschnittlichen Energiegehalt von ca. 260Wh. Werden dann noch 10% Leistungsverlust (das ist eine optimale Annahme) des Motors mit eingerechnet, bleiben effektiv nur noch ca. 235Wh für den Vortrieb.

 

Ein weiterer Punkt wird gerne nicht genannt.

15kWh reichen für etwa 100km. Wer ein Elektroauto mit einer Reichweite von 300km fahren möchte, benötigt einen Akku von 45kWh. Wird dieser Akku am heimischen 230V Stromanschluss geladen, benötigt der Ladevorgang ca. 14 Stunden(!). Dann darf auf dem Kreis des  Stromanschlusses   allerdings kein weiterer Verbraucher angeschlossen werden. Faustregel: Eine Stunde Ladezeit entsprechen ca. 21km Reichweite.

Soll dieser Akku an einer Schnellladestation geladen werden und in 10 Minuten voll sein, so muss die Ladestation eine Leistung von ca. 300kW abgeben können. E-Tankstellen, die mehrere Autos gleichzeitig laden müssen, benötigen daher einen Stromanschluss im Megawattbereich. Neben dieser enormen technischen Herausforderung führen Schnelladungen bei Akkumulatoren zu einer reduzierten Haltbarkeit. Da sich gegen Ende des Ladevorgangs die Aufladung verlangsamt, werden die Akkus bei einer Schnelladung nie ganz voll, was die mögliche Reichweite um ca. 15% reduziert.

Fazit: Reine E-Autos werden langfristig nur für Kurzstrecken geeignet sein und überwiegend nur in flachen Ballungsgebieten fahren können. Größere Reichweiten werden noch sehr lange nur mit reinen Verbrennern oder mit dem (seriellen) Hybridantrieb zurückgelegt werden können.