Umwelt
Das Projekt
Kosten
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Die Umweltverträglichkeit der Elektroautos ist besser, als viele Menschen glauben. Das Elektroauto setzt 80% der eingesetzten Energie (also ab Steckdose) direkt in Bewegungsenergie um - und das im gesamten Drehzahlbereich des Motors. Bei Bremsvorgängen wirkt der Motor wie ein Dynamo und kann einen Teil der Bremsenergie wieder in die Akkumulatoren (Batterien) zurückführen. Wird ein Stromanbieter gewählt, der ausschließlich Energie aus emissionsfreien Quellen gewinnt, kann ein Elektrofahrzeug komplett emissionsfrei betrieben werden. Selbst wenn ausschließlich fossile Energieträger zur Stromgewinnung herangezogen werden, ist ein Elektroauto wesentlich umweltfreundlicher. Die Energieverluste von der Energiegewinnung bis zur Steckdose betragen 60%. Abzüglich der Energieverluste beim Elektroauto bleiben noch 32% Energie aus der ursprünglichen Quelle. Verbrennermotoren, die im Durchschnitt(!) weniger als 15% der Ursprünglichen Energiequelle ausnutzen, sind also weniger als halb so effektiv bei der Umsetzung in Bewegungsenergie. An dieser Stelle muss angemerkt werden, dass moderne Verbrennermotoren Wirkungsgrade von mehr als 40% erzielen können. Dieser hohe Wirkungsgrad wird aber nur in einem sehr engen Drehzahl- und Lastbereich erreicht, wobei die optimale Arbeitstemperatur erreicht sein muss. Im normalen Fahrbetrieb arbeitet der Motor meistens stark gedrosselt und damit sehr ineffektiv. Besonders schlecht ist die Energieeffizienz in der Start- und Aufwärmphase. Die Tatsache, dass Verbrennermotoren nur in einem sehr engen Drehzahlbereich effektiv arbeiten, wird bei der Hybridtechnik ausgenutzt und ist auch der Grund dafür, dass Getriebe mit vielen Gängen sparsamer sind, sofern der oder die Fahrzeugführer(in) entsprechend schaltet. In Deutschland liegt der Anteil der fossilen Brennstoffe für die Stromerzeugung derzeit bei 60% (Stand 2008) bei sinkender Tendenz. Je mehr emissionsfreie Quellen für die Stromerzeugung genutzt werden, desto größer wird der Abstand zu einem Verbrennermotor in Bezug auf die Umweltfreundlichkeit. Die dezentrale Stromerzeugung (z.B. über Solarzellen) wird in den kommenden Jahren - insbesondere wegen der steigenden Anzahl an Elektrofahrzeugen immer wichtiger werden. Die heute verwendeten Akkumulatoren auf der Basis von Lithium sind zu 99% wiederverwertbar Ein weiteres nicht zu unterschätzendes Argument für die Elektroautos ist folgendes. Auch wenn Sie die Ausführungen zu der wesentlich besseren Umweltbilanz von Elektroautos nicht nachvollziehen oder glauben können, ergibt sich ein Vorteil. Wenn im Laufe der Zeit die Energieversorger ihre Kraftwerke weiter optimieren und die Umweltbelastung weiter reduzieren wird dieser Fortschritt sofort in der Umweltbilanz der Elektroautos spürbar. Die Verbesserung von Verbrennermotoren hingegen vollzieht sich viel langsamer, weil die verbesserte Technik sich nicht ohne Zeitverzug auf die bestehenden Fahrzeuge auswirkt – sondern erst dann, wenn diese ersetzt werden – und das dauert im Durchschnitt etwa 10 Jahre. In der Presse wird gelegentlich darauf hingewiesen, dass das Vorkommen von Lithium nicht ausreicht, um flächendeckend Autos zu elektrifizieren. Diese Aussage ist falsch. Laut Angaben der "Japan Times vom 18.04.2004" können aus dem Meerwasser ca. 230 Mrd. Tonnen Lithium gewonnen werden. Die Vorkommen an Land werden nur auf ca. 14 Mio. Tonnen geschätzt. Zusammengefasst: Das Elektroauto ist mehr als doppelt so effektiv bei der Energieumsetzung, wie ein Verbrennermotor, selbst wenn die Stromerzeugung ausschließlich aus fossilen Quellen stammt. Die Wiederverwertbarkeit der Akkumulatoren belastet die Umwelt weit weniger, als weitläufig befürchtet wird. Das Lithium wird entgegen mancher Pressemeldung nicht knapp.
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